Angeln auf Hecht
Angeln auf Hecht
Wir bevorzugen das Spinnfischen vom Ufer, wo wir Wobbler, Spinner, Blinker und Gummifische benutzen. Jedoch lohnt sich auch das Schleppangeln mit Kunstködern und Köderfischen am System.
Ködertechnisch orientiert man sich am besten am aktuellen Nahrungsangebot der Hechte. Im Frühjahr laichen die Weissfische. Logischerweise sollte man sich zu dieser Zeit Plätze mit Weissfischvorkommen suchen und schöne frische Köderfische am System anbieten. Im Juli und August jagen die Hechte in der Morgen und Abenddämmerung an die Oberfläche. Zu dieser Zeit sollte man es mit flach laufenden Ködern versuchen. Im Herbst fressen die Hechte den ganzen Tag. Im Winter sollte man die Köder langsam in Tiefen von 10- 15 m führen.
Bei der Köderführung wechseln wir ab, an gewissen Tagen fängt man die Hechte besser, wenn man sehr schnell und monoton einkurbelt, an anderen Tagen ist das Jerken effektiver.
Der Hecht
Er hat einen torpedoförmigen Körper mit einem relativ langen Kopf. Das Maul ist entenschnabelähnlich und oberständig. Er hat eine grosse Rückenfläche und eine weit nach hinten versetzte Rücken- und Afterflosse. Der Hecht hat meist eine gelbgrüne bis olivgrüne Färbung und einen weisslichen Bauch. Auf dem Körper findet man meist helle Streifen und die Färbung wirkt ein wenig marmoriert. Das Maul des Hechtes ist sehr gross und mit in mehreren Reihen angeordneten spitzen und sehr scharfen Zähnen. Beim Angeln ist immer Vorsicht geboten. Denn wenn der Hecht sich einmal die Hand geschnappt hat, ist sie nicht mehr so leicht hinaus zu bekommen, da die Zähne leicht nach hinten stehen
Der Hecht kommt in vielen Gebieten vor. Nordasien, Europa sind aber die Hauptverbreitungsgebiete. Der Hecht kommt in allen Gewässern Mitteleuropas vor, die dem Raubfisch genügend Lebensmöglichkeiten bieten. Bei ausreichendem Nahrungsangebot ist er ein standorttreuer Fisch. Er lässt keinen anderen Artgenossen in sein Revier eindringen. Wenn das Nahrungsangebot gering ist, wandert er im Gewässer umher. Der Hecht bevorzugt die vegetationsreichen Uferzonen stehender oder langsam fliessender Gewässer. Hier lauert er zwischen Wasserpflanzen, unter Uferböschungen, Bäumen oder Ästen auf Beute. Diese packt er sich meistens quer und dreht sie dann in seinem Maul in die richtige Stellung.
Der Hecht ernährt sich in seiner Jugend von tierischem Plankton und Fischbrut. Später dann von Fischen aller Art, Fröschen, Vögeln und sogar von kleinen Säugetieren.
Hechte können Längen bis 150 cm bei Weibchen und 100 cm bei Männchen erreichen. Diese wiegen dann auch mal um die 25 kg. Im Ägeri- und Zugersee sind die meisten Hechte zwischen 40 und 60 cm, obwohl auch gelegentlich grössere an den Haken gehen. Normalerweise werden Hechte nie älter als 15 Jahre.
Hechte pflanzen sich im Frühjahr (Februar - Mai) bei Wassertemperaturen unter 8° C fort. Sie heften ihre Eier an Wasserpflanzen. Ca. 40‘000 pro kg Körpergewicht. Nach 10 -20 Tagen schlüpfen die Larven und bleiben die ersten Tage an den Pflanzenstängeln haften. Die jungen Fische ernähren sich überwiegend von Kleinkrebsen. Nach 4 - 5 Wochen und einer Länge von ca. 5 cm erfolgt die Umstellung auf Fisch als Hauptnahrung und der Beginn des Kannibalismus. Geschlechtsreif wird der Hecht nach 1 bis 2 Jahren.
